Am "Tag des Kaffees", dem 26.9.2008, lud der Eine Welt Verein Reutlingen zu einer Festveranstaltung in die Citykirche.

"Stop, look, listen" - diesen kamerunischen Rat gab Landesbischof i.R. Eberhardt Renz in seinem Grußwort. Wichtig sei nicht die Frage, warum die Banane krumm ist, sondern wer sie produziere, welchen Anteil am Verkaufspreis der Produzent bekomme.
Seit 1998 verkauft der Reutlinger Weltladen den peruanischen Pidecafe unter dem Label "Reutlinger Projektkaffee".
Zu diesem Jubiläum waren eigens Augusto Aponte, Direktor von Pidecafe, und Dr. Rudolf Schwarz, Initiator von Pidecafe, angereist und berichteten über die Entwicklung des Kaffeeanbaus und anderer Projekte.
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Wie dringend notwendig und auch wie erfolgreich dieses "Programm zur integrierten Entwicklung des Kaffeeanbaus" war, zeigte Aponte mit eindrucksvollen Bildern.
Pidecafe hatte es sich bei der Gründung 1993 zur Aufgabe gemacht, nicht nur die Kaffeepflanzungen der Kleinbauernfamilien zu roden und neu anzulegen. Vielmehr sollten die Lebensbedingungen und die Ernährung verbessert werden. Dazu wurden (und werden immer noch) Gemüsegärten angelegt, neue Kochherde gebaut, Schulbibliotheken angeschafft. Dies kostet Geld - und Geld kam von Anfang von Solidaritätsgruppen aus Baden-Württemberg, unter anderem auch vom Eine Welt Verein Reutlingen.
Aponte nutzte denn auch die Gelegenheit, sich bei den Reutlingern für ihre finanzielle Unterstützung und den Verkauf von immerhin bereits 33.000 Päckchen Pidecafe in 10 Jahren zu bedanken.

Und Gründe für einen weiteren Dank bekam er gleich geliefert:
Die Pfullinger hatten bei ihrem ökumenischen Sommerfest Geld gesammelt, das nun teilweise (500 Euro) für neue Schulbibliotheken in der Pidecafe-Region Piura eingesetzt wird, und auch das diesjährige Konfirmandenopfer der Katharinenkirchengemeinde (150 Euro) floss in diesen Spendentopf.
Anstelle eines Obulus für das peruanische Buffet im Anschluss rief Dr. Jürgen Quack die Anwesenden zu Spenden für neue Kochherde auf. Und so kann Augusto Aponte nun auch noch Finanzmittel für 12 neue Herde mit nach Hause nehmen. Ein herzliches Dankeschön an die großzügigen Spenderinnen und Spender, die das bischöfliche Schlusswort, ein Sprichwort aus Afrika, erfüllten:
Worte sind schön, aber Hühner legen Eier!

Mehr Infos zu Pidecafe finden Sie unter Projekte und auf www.pidecafe.de

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